Beratungsstelle und weitere Beratungsangebote von RAMPE e.V.

Erste Anlaufstelle

Ein fester Anlaufpunkt für Hilfesuchende ist entscheidend, um aus der Absicht Hilfe zu leisten ein tatsächliches Angebot entstehen zu lassen. Seit dem Jahr 2007 betreibt der Verein RAMPE daher eine Beratungsstelle.
Die Geschäftsstelle von RAMPE e.V. in der Dürrenhofstr. 47 ist Montag, Mittwoch und Donnerstag von 09:30 bis 16:00Uhr und Dienstag von 13:00 bis 16:00Uhr erreichbar. Da unsere Mitarbeiter erwartungsgemäß häufig im Außeneinsatz sind, empfielt es sich vorab telefonisch einen Termin zu vereinbaren.

Jugendhilfe

Seit 15.05.2013 ist hat RAMPE e.V. als anerkannter, freier Träger der Jugenhilfe Hilfen nach SGB 8 §§27ff. im Angebot. Näheres zur Jugendhilfe finden Sie hier. .

Die Aktivierung neuer und bereits vorhandener Potentiale der Jugendlichen ist ein Grundkern des Beratungsangebots von Rampe e.V. Die Besonderheit von "Beratung in eigener Sache" ist, dass ein selbst von Obdachlosigkeit betroffener Peerberater oder Peerberaterinnen, also tatsächliche "Lebensweltexperten in eigener Sache", beratend agieren. Den betroffenen Jugendlichen stehen bei Bedarf ausgebildete SozialpädagogInnen zur Verfügung. Den Jugendlichen wird somit eine Plattform geboten, sich für ihre Belange selbst einsetzen zu können. Diese Gruppe soll unter Anleitung von SozialpädagogInnen eine Form finden, der Öffentlichkeit aus ihrer Sichtweise ihre Lebenssituation darzustellen. So kann der Wunsch, den sehr viele Jugendliche haben, nämlich in Opposition zum bestehenden gesellschaftlichen System zu gehen, dahingehend genutzt werden, sich für die eigene Situation und eigene Belange einzusetzen. Gleichzeitig wird durch den Gedanken der Weitergabe des neu Erlernten die Vernetzung und Solidarität der Betroffenen untereinander gestärkt. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Inhaltliche Informationen zu unserem Beratungsangebot kann man den Flyern entnehmen. Peerberatungskonzept downloaden

Die Gruppenangebote im Verein haben einen hohen Stellenwert, da gruppen-dynamische Prozesse intensiv für die persönliche Entwicklung der TeilnehmerInnen genutzt werden können. Langanhaltend gefühlte Ausgrenzungserfahrung führte z.T. zu einer hohen Widerstandshaltung gegenüber allen Instrumentarien der etablierten Gesellschaft – selbst wenn eigentlich der Wunsch nach sozialer Teilhabe vorhanden ist. Diese Widerstandshaltung gilt es, zugunsten einer positiven Entwicklung, aufzulösen. Die Gesprächsgruppen vermitteln zum einen wertschätzende Anteilnahme, zum anderen ermöglichen sie ein direktes Feedback durch die anderen Gruppenmitglieder. Auf diese Weise können Eigen- und Fremdwahrnehmung miteinander verglichen und Unstimmigkeiten aufgelöst werden. Die Unterstützung durch die anderen Gruppenmitglieder stellt sicher, dass gemeinsam Ressourcen gefunden und umgesetzt werden können, ohne das die Angst, auch vor den eigenen Überlebens-strategien, übermächtig wird. Flyer zum Gruppenberatungsangebot downloaden

RAMPE e.V. bietet Hilfen im Umgang mit Symptomen von Trauma-Folgestörungen.
Flyer zum Stabilisierungssangebot downloaden

RAMPE e.V. ist Mitglied im Netzwerk Trauma und Sucht



Die „Reise durch die Republik“ ist ein an das Brettspiel „Deutschlandreise“ angelehntes erlebnis- und reisepädagogisches Konzept für obdachlose oder von Obdachlosigkeit bedrohte Jugendliche, die von RAMPE e.V. unterstützt werden. Ziel der Reise durch die Republik ist es, vorhandene, jedoch ungenutzte Ressourcen der Reisenden zu wecken, indem man ihnen die Chance gibt, in einer neuen und somit neutralen Umgebung andere als die bereits gelernten Verhaltensweisen auszuprobieren. Da sie selbst die Verantwortung für das Gelingen der Reise tragen, lernen die TeilnehmerInnen durch selbständiges Planen, Organisieren und Improvisieren auf konkrete Ziele hinzuarbeiten. Die „Reise durch die Republik“ gewann 2007 den Mentor-Award, verliehen durch die Mentor-Stiftung . Konzept Reise durch die Republik downloaden

RAMPE e.V. ist Mitglied von akzept e.V.


Ein Großteil der Zielgruppe der RAMPE haben Armutserfahrungen und haben daher schlechtere gesundheitliche Voraussetzungen. Viele der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die obdachlos oder von Obdachlosigkeit bedroht sind, leiden aufgrund von Gewalterfahrungen unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Das wichtigste Ziel der Arbeit der RAMPE besteht darin, die Zielgruppe zu einem selbstbestimmten und selbstfinanzierten Leben zu befähigen. Hierzu fehlt obdachlosen oder von Obdachlosigkeit bedrohten Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Traumatisierungshintergrund das Gefühl für ihr körperliches Wohl. Die Sensibilisierung für körpereigene Vorgänge und die Entwicklung eines Bewusstseins für die eigene Gesundheit bzw. Krankheit und die Gesundheitsförderung ist ein grundlegendes Ziel unserer Arbeit. Neue Wege in der Drogenprävention und neue Wege in der Gesundheitsprävention erfordern neue Ansätze bei der Arbeit mit obdachlosen bzw. von Obdachlosigkeit bedrohten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Jugendhilfe. Hier möchte RAMPE e.V. einen wichtigen Beitrag leisten. Konzept gesundheitsorientierte Beratung downloaden